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Marktentwicklung

Bisher war der deutsche Markt für Services vor allem durch ein großes Angebot einfacher Gratisleistungen geprägt. Ein Beispiel dafür sind kostenlose Basis-E-Mail-Accounts. Breitband verändert diese Anwendungen, macht sie vielseitiger und erweitert die Möglichkeiten. In der Folge werden die Anforderungen seitens der Nutzer professioneller - der Basisdienst verliert an Attraktivität.

Für die Zukunft wird ein Trend zu steigenden Nutzerausgaben für aufwändigere Breitband-Services sichtbar. Nach Angaben der Service-Anbieter geben die Nutzer derzeit durchschnittlich 97 € jährlich für Services aus. Im Jahr 2010 werden es 335 € sein - das sind 245 % mehr.

Das Marktpotenzial ist erheblich: Gegenwärtig schätzen die Service-Anbieter das Volumen ihres Markts in Deutschland auf rund 480 Millionen €. Das sind zurzeit 16 % des gesamten E Services-Potenzials. Für das Jahr 2007 wird von einem Marktvolumen von etwa 1,3 Milliarden € ausgegangen, für das Jahr 2010 werden knapp 2,9 Milliarden € erwartet (Abbildung 22).

Abbildung 22
Abbildung 22:   Entwicklung der jährlichen Service-Nutzerausgaben und des Service-Marktvolumens bis 2010 (Service-Anbieter)
 

Dabei werden zukünftig vor allem Heim-Netzwerke, bei denen die verschiedenen Zugangsgeräte in ein System integriert werden, und das internet-basierte Telefonieren (IP-Telefonie) die größten Wachstumssegmente bilden. Im Jahr 2010 sollen 39 % aller deutschen Haushalte über ein Heim-Netzwerk verfügen (derzeit: 9 %), IP-Telefonie soll dann von 31 % der Haushalte genutzt werden (derzeit: 2 %).

Weitere wichtige Breitband-Services werden nach Ansicht der Service-Anbieter Photo-Exchanges (Online-Fotoaustausch) mit einer Nutzung von 23 % und Video-Chats (Bildtelefonie über das Internet) mit 17 % aller deutschen Haushalte im Jahr 2010 sein (Abbildung 23).

Abbildung 23
Abbildung 23:   Nutzungsanteile ausgewählter Breitband-Services bis 2010 (Service-Anbieter)
 
 

Letzte Änderung: 29.11.2006
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