Bildung und Gesellschaft
Dass das Breitband-Internet die Welt der Wirtschaft, der Unterhaltung und der Kommunikation verändert, ist unbestritten. Aber welche gesamtgesellschaftlichen Impulse liefert die Breitband-Technologie? Was trägt sie zur Entwicklung der Gesellschaft bei? Und ist die Technologie imstande, diese Gesellschaft nachhaltig zu verändern? Die hohe Bedeutung des Breitband-Internets für den internationalen Standortwettbewerb wird oft betont - und dieser Stellenwert wird von den in „Deutschland Online 3“ befragten Experten deutlich bestätigt.
Zentrale Anwendungsbereiche breitband-basierter Technologien sind hierbei die Bildung (E-Learning) und die öffentliche Verwaltung (E-Government). Was für Vorteile und Erfolgsaussichten bietet das Breitband in diesem Zusammenhang? Welche Gefahren bestehen? Und wie gut steht Deutschland im internationalen Vergleich da? Im Rahmen von „Deutschland Online 3“ wurden Experten öffentlicher Institutionen nach ihrer Meinung zu diesen Themen befragt.
Kern-Aussagen
- „Onliner” haben nach Meinung von 92 % der befragten Experten gegenüber „Offlinern” deutliche Vorteile in Gesellschaft und Beruf.
- Etwa 55 % der Experten öffentlicher Institutionen halten die Integration neuer Medien für eine der bedeutendsten Herausforderungen für das deutsche Bildungssystem.
- Für das Jahr 2005 wünschen sich annähernd 65 % der Konsumenten den Einsatz von PC und Breitband-Internet für ihr Kind in der Schule in hohem Ausmaß, für 2010 fordern dieses mehr als 80 %.
- E-Government bietet deutliche Vorteile in Form von Komfort und Schnelligkeit für den Bürger, Effizienzsteigerungen in der Verwaltung, Bürokratieabbau und Modernisierung sowie Qualitätssteigerungen bei öffentlichen Dienstleistungen.
- Im internationalen Vergleich ist Deutschland in Bezug auf den Entwicklungsstand des
E-Learning-Einsatzes zurückgeblieben und wird erst im Jahr 2010 in etwa den Entwicklungsstand von Schweden aus dem Jahr 2003 erreichen.
- Der E-Government-Entwicklungsstand Deutschlands wird von den Experten als lediglich mittelmäßig eingeschätzt; die Experten rechnen damit, dass öffentliche Dienstleistungen in Deutschland erst 2015 in dem Ausmaß online verfügbar sein werden, wie sie es derzeit in Schweden schon sind.
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