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Konvergenz- und Integrationstendenzen im Breitband-MarktDie Verbreitung von Breitband-Technologien ermöglicht eine weitgehende Integration verschiedener Dienste und Anwendungen. Insbesondere die Kombination von Triple Play und Digital Home wird von den Experten als besonders zukunftsträchtig eingeschätzt. Rund 45 % der befragten Personen schätzen die Wachstumsperspektiven von integrierten Triple Play- und Digital Home-Anwendungen für das Jahr 2010 als hoch bzw. sehr hoch ein. Für das Jahr 2015 teilen sogar rund 67 % der Experten diese Meinung. Ebenfalls zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass sich derartige Angebote auf dem deutschen Breitband-Markt bis zum Jahr 2015 etabliert haben werden. Weitere 29 % halten dies immerhin für möglich (Abbildung 35).
Diesen Einschätzungen entsprechend wird sich nach Meinung der Experten auch der Marktanteil integrierter Triple Play- und Digital Home-Anwendungen entwickeln. Für das Jahr 2005 liegen die Erwartungen bezüglich des Marktanteils dieser integrierten Angebote am gesamten Breitband-Markt mit etwa 2 % noch sehr niedrig. Für das Jahr 2015 schätzen die Befragten diesen Marktanteil allerdings auf rund 24 %. Für reine Triple Play-Angebote wird ein Wachstum auf rund 32 % Marktanteil im Jahr 2015 erwartet; für Digital Home-Angebote von 24 % (Abbildung 36).
Derartige Entwicklungen haben natürlich auch Auswirkungen auf den Breitband-Markt: Rund Neben dem Zusammenwachsen von Triple Play- und Digital Home-Angeboten werden sich in den nächsten Jahren auch zwei heute noch weitgehend getrennt genutzte Zugangsformen zum Breitband-Internet einander annähern: die mobile und die stationäre Nutzung. Mehr als drei Viertel der befragten Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2015 der Zugriff auf das Breitband-Internet zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich sein wird. Für den Download der von den Konsumenten gewünschten Inhalte werden auch bei der mobilen Technologie in Zukunft Bandbreiten zur Verfügung stehen, die die Nutzung sehr großer Datenmengen - wie etwa bei Videos - problemlos ermöglichen (Zustimmung von 64 % der Befragten). Rund 68 % der Experten gehen sogar davon aus, dass bis 2015 verschiedene Breitband-Technologien wie DSL, WLAN und UMTS so stark verschmelzen werden, dass der Kunde bei der Nutzung den Wechsel zwischen den verschiedenen Netzen gar nicht mehr bewusst wahrnimmt. Hierfür sind Endgeräte erforderlich, die eine integrierte und damit komfortable Nutzung der mobilen und der stationären Technologien ermöglichen. Rund 52 % der Befragten erwarten, dass sich solche Geräte bis zum Jahr 2015 durchsetzen werden (Abbildung 37).
Allerdings ist der Entwicklungsstand in Deutschland bei der kombinierten Nutzung von mobilem und stationärem Breitband-Internet im internationalen Vergleich noch stark ausbaufähig. Im Jahr 2004 betrug der Anteil der Breitband-Nutzer, die sowohl mobiles als auch stationäres Internet einsetzten, in Deutschland lediglich 1 %; in Südkorea lag er im gleichen Jahr bereits bei 50 % 5. Während dieser Anteil in Deutschland bis zum Jahr 2015 immerhin auf über 32 % anwachsen soll, wird erwartet, dass er im gleichen Zeitraum in Südkorea auf fast 77 % ansteigt. Unter dem Strich steht hier die Prognose, dass dem noch relativ jungen Breitband-Markt in den nächsten Jahren erhebliche Veränderungen bevorstehen. Durch neue Technologien können heutige Visionen - wie die Integration von Triple Play und Digital Home sowie das Zusammenwachsen von mobiler und stationärer Breitband-Nutzung - Realität werden, was neue Geschäftsmodelle und Leistungsangebote mit sich bringen wird. Allerdings muss in Deutschland darauf geachtet werden, bei diesen Entwicklungen nicht den Anschluss an die führenden Breitband-Nationen zu verlieren. Dies betrifft vor allem die Integration von stationärem und mobilem Internet. |
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Letzte Änderung: 26.11.2006 |
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